Gelderner Hofgespräche zugunsten der Sankt-Martinus-Stiftung

Über 100 Besucher waren in den Innenhof des Adelheid-Hauses gekommen, um die Premiere der „Gelderner Hofgespräche“ zu erleben – einer Veranstaltung deren Erlös der Sankt-Martinus-Stiftung zugute kommt. Im besonderen Ambiente vor der Kapelle des Adelheid-Hauses hatten die Moderatoren Ulla Jockweg-Kemkes und Heino Tiskens auf roten Sofas neben vier Gästen Platz genommen, die wirklich etwas zu erzählen hatten.

Da gab es heitere Geschichten, wie die von Fritz Kox, dem stadtbekannten Schneider, der mittlerweile im Adelheid-Haus wohnt und sich dort genauso wohl fühlt, wie auf der Bühne. Es gab auch mitreißende Geschichten, wie die von Hanneke Hellmann, die erzählte wie sie zur „Mutter aller Skater“ wurde, als sie über 900 Unterschriften sammelte, damit ihr Sohn eine kleine
Rampe vor dem Haus auf der Straße aufstellen durfte. „Wenn einen etwas stört, dann muss man auch was tun“, lautete ihr Credo. Bewegendes gab es ebenfalls zu hören, als Senem Alay, eine junge Studentin, berichtete, wie sie als achtjähriges Mädchen mit ihren Eltern aus dem kurdischen Teil der Türkei nach Deutschland fliehen musste. Und es gab tiefe Geschichten, wie die von Matthias Überfeld, der Häftlinge in der JVA Pont begleitet und ihnen auch nach der Haftentlassung hilft, wieder im Leben draußen die ersten Schritte zu gehen.

Für Gänsehaut-Atmosphäre sorgte der Chor „Art und Weise“, der den Innenhof geradezu erklingen ließ mit modernen und klassischen Werken. Zum Abschluss dankten Friedhelm Appel für die Kirchengemeinde St. Maria-Magdalena und Heinrich Brötz für die Sankt-Martinus-Stiftung allen Beteiligten für ihr Engagement.

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